{"id":116,"date":"2016-09-27T17:26:06","date_gmt":"2016-09-27T17:26:06","guid":{"rendered":"http:\/\/alemannia-verkauftmannicht.de\/?p=116"},"modified":"2016-09-27T17:26:06","modified_gmt":"2016-09-27T17:26:06","slug":"pressemitteilung-der-ig-vom-01-09-2016","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/alemannia-verkauftmannicht.de\/?p=116","title":{"rendered":"Pressemitteilung der IG vom 01.09.2016"},"content":{"rendered":"<p>Mit gro\u00dfer Skepsis betrachtet die Alemannia-Fan-IG die Suche der Vereinsspitze nach Investoren f\u00fcr die klamme Fu\u00dfball-GmbH des Traditionsvereins. Insbesondere die 80-Prozent-Option, die laut Alemannia-Aufsichtsratschef Dr. Christian Steinborn Hauptbestandteil des Investorendeals werden soll, bereitet den Fan-Vertretern Unbehagen.\u00a0 \u00a0Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Wenge betont jedoch, dass die Fan-IG nicht grunds\u00e4tzlich gegen jegliche Investorenl\u00f6sung sei. Er signalisiert zudem Gespr\u00e4chsbereitschaft auch in der Frage, wie viele GmbH-Anteile der Verein abgeben darf.<\/p>\n<p>Bisher waren 24,9 Prozent die Schmerzgrenze f\u00fcr die IG. Inzwischen hat die Vereinsspitze aber erkl\u00e4rt, dass die als Favoritin geltende Interessentengruppe um Spielerberater Lars-Wilhelm Baumgarten und Rechteh\u00e4ndler Michael K\u00f6lmel entweder gr\u00f6\u00dfer oder aber gar nicht einsteigen wolle. Dies hat Baumgarten j\u00fcngst best\u00e4tigt.<em>\u201eDiesen Gegebenheiten m\u00fcssen wir uns wohl oder \u00fcbel stellen. Wenn die Konditionen und Rahmenbedingungen stimmen, k\u00f6nnten deshalb notfalls auch 49,9 Prozent eine tragbare Option werden\u201c<\/em>, so Wenge. Aber eines sei klar: <em>\u201eDie Mehrheit muss dauerhaft beim TSV bleiben. Es darf nicht so weit kommen, dass irgendwann eine kleine Gruppe von Geldgebern \u00fcber die K\u00f6pfe des TSV-Pr\u00e4sidiums und der Mitgliedschaft hinweg allein \u00fcber den Alemannia-Fu\u00dfball entscheidet.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Genau diese Situation sehen die Fan-Vertreter jedoch herannahen, nachdem Steinborn und andere Aufsichtsratsmitglieder inzwischen mehrfach erkl\u00e4rt haben, dass selbst der Verkauf von 49,9 Prozent nur als erster Schritt gedacht sei. Dar\u00fcber hinaus solle den K\u00e4ufern schon jetzt eine Option auf weitere 30,1 Prozent f\u00fcr den Fall garantiert werden, dass die 50+1-Regelung im deutschen Profifu\u00dfball f\u00e4llt.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens an diesem Punkt schrillen bei den Fan-Vertretern die Alarmglocken. <em>\u201eWenn mittelfristig 80 Prozent der Anteile und Stimmrechte in die H\u00e4nde externer Geldgeber gelangen, ist dies der nahezu komplette Ausverkauf der GmbH. Das ist kein Einstieg von Investoren mehr, es ist de facto der Ausstieg des TSV aus dem Profifu\u00dfball\u201c<\/em>, erkl\u00e4rt Wenge und k\u00fcndigt im Namen der Fan-IG massiven Widerstand gegen die 80-Prozent-Option an.<\/p>\n<p>Noch verhindert die 50+1-Regel, dass Investoren neben der Kapital- auch die Stimmrechtsmehrheit bei Profivereinen \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Experten rechnen aber mit einem baldigen Ende von 50+1. D\u00fcrften die externen Investoren irgendwann also 80 oder mehr Prozent an der Alemannia-GmbH \u00fcbernehmen, dann bleibt laut Fan-IG f\u00fcr den Verein nicht einmal mehr die bei 25,1 Prozent liegende Sperrminorit\u00e4t \u00fcbrig. <em>\u201eDer TSV w\u00e4re komplett entmachtet. Denn wenn eine andere Gesellschaftergruppe \u00fcber mehr als Dreiviertel der Stimmen verf\u00fcgt, kann sie praktisch alle wichtigen Punkte im Alleingang entscheiden\u201c<\/em>, so Thomas Wenge, <em>\u201edie neuen Eigent\u00fcmer k\u00f6nnten ihre Alemannia-GmbH meistbietend nach China verschachern. Oder sie k\u00f6nnten den ganzen Laden einfach dichtmachen, wenn er nicht den erhofften Profit abwirft. Das ist f\u00fcr uns das reinste Horror-Szenario.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Erschwerend komme hinzu, dass die Investoren zun\u00e4chst nur in \u00fcberschaubarem Rahmen zahlen wollen. Zuletzt war von vier Millionen Euro verteilt \u00fcber f\u00fcnf Jahre die Rede. Dies ist f\u00fcr die IG keine Summe, die die Chancen auf den Aufstieg in die 3. Liga entscheidend verbessert. <em>\u201eWie werden die Investoren reagieren, wenn ihr Geld in ein paar Jahren verbraten ist und wir immer noch in der Regionalliga kicken? Schie\u00dfen sie dann weitere Millionen nach oder ziehen sie die Rei\u00dfleine und lassen einen insolvenzreifen Scherbenhaufen zur\u00fcck?\u201c<\/em>, fragt Thomas Wenge besorgt.<\/p>\n<p>Die IG bevorzuge einen anderen Weg als den Ausverkauf: <em>\u201eWir haben eine Mannschaft, die billiger, aber sicher nicht schlechter ist als der Vorjahreskader. Wir haben ein gutes Fan- und Sponsorenpotenzial. Aber es fehlen aktuell knapp 400.000 Euro zur schwarzen Null. Wenn wir alle \u2013 Vorst\u00e4nde, Mitglieder, Fans, Freunde und G\u00f6nner der Alemannia \u2013 gemeinsam Ideen entwickeln, sollte es m\u00f6glich sein, die L\u00fccke zu stopfen. Das oberste Ziel muss lauten, es aus eigener Kraft zu schaffen statt die Alemannia f\u00fcr immer an fremde Herren zu verkaufen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ig-alemanniafans.de\/2016\/09\/anbei-die-pressemitteilung-der-fan-ig-vom-01-09-2016-im-kompletten-wortlaut\/\">http:\/\/www.ig-alemanniafans.de\/2016\/09\/anbei-die-pressemitteilung-der-fan-ig-vom-01-09-2016-im-kompletten-wortlaut\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit gro\u00dfer Skepsis betrachtet die Alemannia-Fan-IG die Suche der Vereinsspitze nach Investoren f\u00fcr die klamme Fu\u00dfball-GmbH des Traditionsvereins. Insbesondere die 80-Prozent-Option, die laut Alemannia-Aufsichtsratschef Dr. Christian Steinborn Hauptbestandteil des Investorendeals werden soll, bereitet den Fan-Vertretern Unbehagen.\u00a0 \u00a0Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thomas Wenge betont jedoch, dass die Fan-IG nicht grunds\u00e4tzlich gegen jegliche Investorenl\u00f6sung sei. 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